Ehemaliger Mitarbeiter belastet Schmidt schwer

Wie berichtet lässt Spieler-Info nach eigenen Angaben ständig Mitarbeiter inkognito ganzjährig Österreich nach konzessionslos betriebenen Glücksspielgeräten durchforsten – Stadt für Stadt, Dorf für Dorf. Dann werden die Standorte dokumentiert und zu tausendfach bei den Behörden und der Finanzpolizei über die Kanzlei des ehemaligen Justizministers Böhmdorfer angezeigt. Finanziell unterstützt wird Spieler-Info von der Novomatic AG. Die Unterlagen werden auch an die Novomatic AG weitergegeben, die auf deren Basis UWG-Klagen einbringt.

 

Schmidt von Spieler-Info arbeitet auch eng mit den Behörden zusammen. Laut eigenen Angaben wirkte er sogar an der Gesetzwerdung der Glücksspielnovelle 2010 erfolgreich mit. „Von meinen 7 Gesetzesvorschlägen, die ich dem BMF übermittelt habe, sind fünf in das Gesetz übernommen worden“, berichtet Schmidt stolz im Gespräch mit dem Schutzverband gegen unlauteres Glücksspiel. In diesem Gespräch offenbarte er dem Schutzverband übrigens auch, woher er das Geld hatte, um Sochowsky die Forderung abzukaufen, die ehemalige Novomatic-Spieler ihm zur Geltendmachung abgetreten hatten: Er habe damals aus einem Vergleich mit dem Staat Kroatien aus der Adria-Beteiligungs-Geschichte viel Geld bekommen.

 

Nun belastete der ehemaliger Mitarbeiter der Omnia, Rainer Wind (Name redaktionell geändert) Schmidt vor Gericht schwer. Er hat für Schmidt rund 2 1/2 konzssionslose Automaten ausgeforscht und dafür insgesamt € 230.000,00 bekommen. Schließlich hat er sich mit Schmidt zerstritten und daraufhin vor Gericht ausgepackt. Die Aussagen erfolgten im Prozess der Novomatic gegen Thomas Sochowsky. Zur Erinnerung: Thomas Sochowsky hatte das Buch mit dem Titel „Novomatic – Admiral, Die Welt im Würgegriff der österreichischen Mafia“ verlegt und wurde daraufhin von Novomatic wegen Kreditschädigung verklagt. In diesem Prozess sagte Wind etwa aus, Novomatic habe der Omnia den Auftrag gegeben, Sochowsky wirtschaftlich fertig zu machen. Weiters sagte er aus, dass er von Schmidt beauftragt worden sei, Spielerlisten anzufertigen, damit gegen die Spieler mit Detektiven vorgegangen wird, was dann auch tatsächlich geschehen sei. Er sagte aus, er sei von Schmidt beauftragt worden, einen Trojaner auf dem Computer Sochowskys zu installieren, um den Computer auszulesen und so den Autor des Novomatic-Buches zu finden, und viel Spannendes mehr.

 

Kurze Zeit später hat Wind seine Aussage mit einem Brief an das Gericht widerrufen. Wie er später in einem anderen Prozess darlegte, sei dieser Widerruf auf Drängen des Herrn Prof. Schmidt erfolgt, der ihm dafür € 20.000,00 versprochen und schließlich auch bezahlt hat. Schmidt dementierte.

 

Aufgrund seines Widerrufs wurde Wind wegen falscher Zeugenaussage angeklagt. Am 15.09.22016 erging am Straflandesgericht Wien der Freispruch. Die Richterin kam also zu dem Ergebnis, dass Wind im Sochowsky-Novomatic-Buch-Prozess keine falsche Zeugenaussage getätigt hat. Nun bleibt abzuwarten, ob die Staatsanwaltschaft gegen diesen Freispruch ein Rechtsmittel einbringen wird.

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Kommentar von Kleiner Automatenaufsteller |

Ergänzend zu diesem Artikel sei noch erwähnt, dass diese "Mystery-Gambler", wie sie von Schmidt genannt werden, sollte das Glücksspielgesetz anwendbar sein, völlig ILLEGAL AGIEREN. Denn, die Teilnahme an ausländischen Glücksspielen ist, wenn der Einsatz vom Inland getätigt wird, bei Vorsatz mit bis zu 7.500,- sonst mit bis zu 1.500,- zu bestrafen. DIES MUSS DEN BEHÖRDEN WOHL BEKANNT SEIN!

Weiters wurden laut diesem Artikel, 5 von 7 Gesetzesvorschlägen Schmidts in das Glücksspielgesetz übernommen. FÜR MICH IST DAS DER BEWEIS, EIN GESETZ VON NOVOMATIC FÜR NOVOMATIC.

Wir kämpfen "FÜR EIN FAIRES GLÜCKSSPIELGESETZ. JEDE FIRMA MUSS DIE REELE CHANCE AUF EINE KONZESSION HABEN"!

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