Prof. Gerd Schmidt - Was er alles kann

Die Zeit der Narren ist vorbei & der erste April ist uns kaum noch im Gedächtnis – doch wer glaubt, deshalb hätte es mit Jux und Tollerei ein Ende, der hat die Rechnung ohne Prof. Gert Schmidt gemacht. Wieder einmal bringen uns seine Anekdoten zum Schmunzeln.

Hat er uns doch in einem persönlichen Gespräch verraten, dass er den Kaufpreis für die Homepage und die Zessionen, die er damals Herrn Sochowsky um insgesamt rund 1 Million Euro abgekauft hat, aus einem Vergleich mit dem Staat Kroatien hatte, bezüglich der Adria Beteiligungs AG.

Das haben wir geglaubt. Aus welchem Grund auch nicht? Immerhin ist der Mann ein Ehrenprofessor.

Dass Wörter alleine noch keine Wahrheiten ausmachen, war die erste Lektion, die Prof. Schmidt uns beibrachte.

Laut Ana Maria Ivan http://www.ami25.at/die-gluecksritter/novomatic-lobbyisten-der-professor/index.html kann diese Aussage nämlich nicht ganz stimmen.Entsprechend Urkundensammlung (Firmenbuch) habe die Adria BeteiligungsgmbH jährlich seit dem Wirtschaftsjahr 2005 bis laufend mit einem negativen Eigenkapital von über 3,5 Mio. Euro und zuletzt mit einem Bilanzverlust von über 4 Mio. Euro abgeschlossen, weswegen jährlich eine Fortbestehungsprognose abgegeben werden musste.

Laut Ana Maria Ivan bestünde, lt. Firmenbuchabfrage (Firmeninformation mit Verknüpfungen) zwischen Adria BeteiligungsgmbH und Omnia Online Medien GmbH oder Gert Schmidt kein offengelegtes Beteiligungsverhältnis, welches einen Vermögensübertrag in dieser Höhe (etwa 1 Mio Euro) erklären könnte.


Da kamen wir natürlich ins Grübeln. Und – ganz unter uns gesagt – bedarf es ja auch keiner speziellen mathematischen Ausbildung, um zu begreifen, dass die Rechnung nicht stimmen kann. Mit leerem Geldbörserl Millionen investieren? Geht das? Und wenn ja, wie? Millionen an Euros werden schließlich überall auf der Welt dringend gebraucht. Das eröffnet plötzlich ganz neue Perspektiven...

Jäh wurde die Träumerei von Lektion Zwei zu Nichte gemacht:

„Ein negatives Eigenkapital der Adria BeteiligungsgmbHbedeutet noch lange nicht, dass jemand mittellos ist“.


Gert Schmidt scheint jedenfalls über ein beträchtliches Vermögen zu verfügen. Neugierig wie wir sind, haben wir uns angeschaut, was er und seine Firmen eigentlich so treiben.

Die Homepage https://www.miracle-woman.com/ wird von der Anexus GmbH betrieben, die im Alleineigentum der Profi Media GmbH steht, die wiederum im Alleineigentum Prof. Gert Schmidts steht. Wir haben nicht die Absicht lange um den heißen Brei herumzureden und Sie können sich auch gerne selbst den Kopf darüber zerbrechen, ob die Tätigkeitsbereiche zufällig gewählt oder vielleicht aus den geheimen Vorlieben von Prof. Schmidt heraus entstanden sind, jedenfalls werden über diese besagte Internetseite Dessous und Bademoden für vollbusige Frauen vertrieben.

Was ja an sich eine tolle Sache ist. Und praktisch. Zudem sich die Investments so gut miteinander kombinieren lassen. Denn sollten die (vollbusigen) Damen vom Posieren und Prall-Sein müde werden und sich nach einer kleinen Auszeit sehen, ist selbst dafür gesorgt.

Lektion Nr.3: Sei für alle Fälle gerüstet.

Über die Homepage siamresidence.com wird ein Hotel in Thailand angepriesen. Das „Office“, in dem Reservierungen getätigt werden, findet sich – wie soll es anders sein -  wie die Anexus GmbH, in der Neubaugasse 68.

Getreu dem Motto „Selbst ist der Mann“, legt Prof. Schmidt noch eins drauf und sorgt auch für die Urlaubslektüre selbst. So ist er Mitautor des Buches „Wenn der 8er im Zenit steht“, welches von der Omnia Online Medien GmbH auf der Internetseitehttp://www.causa-jack-unterweger.com/content/autoren.shtml um € 1,99 als E-Book vertrieben wird.

Dazu ist auf der genannten Internetseite zu lesen:

„Jack Unterweger baute sich systematisch in fast allen Redaktionen Österreichs ein Netzwerk von Verbindungsdamen auf. Diese jungen Frauen wollten ihm helfen, ihn fördern, suchten oftmals auch seine besondere Nähe.
Unterweger gelang dieses gefährliche Spiel auch in der ERFOLG-Redaktion. Vorerst ohne Wissen der Kollegen(innen) und des Herausgebers intensivierte Jack Unterweger bereits vor seiner Flucht den intimen Kontakt in die ERFOLG-Redaktion. Er spielte den Verliebten und nutze auf seiner Flucht die Unerfahrenheit und Gutmütigkeit seiner jungen Verehrerin, auch um an Geld zu kommen.

Als ERFOLG-Herausgeber Gert Schmidt von dieser Liaison erfuhr, war ihm die Gefahr, in welcher die junge Mitarbeiterin schwebte, sofort bewusst. Nachdem aufklärende Gespräche nicht fruchteten, entschloss sich Gert Schmidt, den zwischenzeitlich auf der Flucht befindlichen Jack Unterweger ausfindig zu machen und der Verhaftung zuzuführen. Zu diesem Zeitpunkt wussten nicht einmal die besten Kriminalisten der SOKO in Österreich von seinem Aufenthaltsort...“

 

Wäre also Prof. Schmidt nicht gewesen, hätte nicht einmal die SOKO Österreich Unterweger finden können!?! Da sind wir natürlich geschockt. Und ehrfürchtig.

Gleichzeitig stimmt uns der Sachverhalt nachdenklich. Wie kann es sein, dass ein so erfolgreicher Mann. Ein Mann, der selbstlos Kriminelle jagt, ein Mann, dessen Firma vollbusigen Damen eine Modeplattform bietet, jemand, der für Reiselust und Urlaubsfreuden sorgt, nicht einfach Manns genug ist, um bei der Frage nach der Herkunft der mysteriösen Million für Herrn Sochowsky bei der Wahrheit zu bleiben?

Lektion 4: „Mut kann man nicht kaufen“.

 

Zur Klarstellung: Wir glauben Herrn Prof. Schmidt schon, dass er bei der Fahndung nach Jack Unterweger eine entscheidende Rolle gespielt haben mag. Was wir aber nicht glauben ist, dass die Million für den Kauf der Homepage und die Zessionen aus einem Geschäft der Adria-BeteiligungsgmbH mit dem Staat Kroatien kam.

 

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